Polen – Ein unterschätztes Reiseland voller Natur und Küstenzauber

Dieses unscheinbare Reiseland östlich von Deutschland steht für viele wohl nicht auf ihrer Bucket-Liste. Dabei bietet unser Nachbarland Polen unzählige viele wunderschöne versteckte Ecken, kilometerlange, teils menschenleere Strände, und überraschend günstige Reisemöglichkeiten, die es zu entdecken gibt. Über die Jahre haben wir einige Regionen entdeckt, die uns nachhaltig begeistert haben. Und uns Lust darauf machen in den nächsten Jahren noch mehr davon zu entdecken.

Naturparadies an der Polnisch-Tschechischen-Grenze

Mich verschlug es in diese Gegend das erste mal, als ich eine schöne Unterkunft, nicht weit von der deutschen Grenze entfernt suchte. Mehrere kleine Holzhütten, am See gelegen und von Wald umgeben schrien nach Natur pur und absoluter Ruhe. Der schlechte Netzempfang erwies sich als zusätzliche Stellschraube einmal komplett zu entspannen. Ohne ständige Erreichbarkeit fiel es leicht, den Alltag hinter sich zu lassen und einfach die Natur zu genießen. Nicht weit entfernt davon befindet sich die Schneekoppe, der höchste Berg des Riesengebirges, sowie andere Naturparks in denen man viel Zeit mit Wanderausflügen oder Spaziergängen mit dem Hund verbringen kann. Wer Ruhe, Natur und Entschleunigung sucht, findet hier ideale Bedingungen.

Weitere Ausflugsziele in diesem Gebiet: Spindlermühle, Breslau, Naturschutzgebiet Braunauer Bergland (tschechiche Seite)

Der Slowinzische Nationalpark – Polens beeindruckendstes Naturwunder

Dieser Nationalpark hat uns von ganz Polen bisher am meisten begeistert. In nahezu jedem Reiseführer über Polen ist er gelistet (völlig zurecht!) und wir entschieden uns dem ganzen eine Chance zu geben. Kleiner Spoiler am Rande, wir hätten es sehr bereut, wenn wir diesen Ort außen vor gelassen hätten.

“Eine der größten Wanderdüne Europas”. Viel außer eine “größere” Düne konnten wir uns nicht drunter vorstellen. Doch was ist schon groß? Bisher kannten wir die Ostsee und waren froh wenn der Strand für unsere Verhältnisse, viel Platz hatte. Doch als wir hier ankamen, erlebten wir ein Gefühl wie Weihnachten und Ostern am selben Tag. Wir waren sprachlos, als wir vor den Dünen standen. Die Größe der Dünen lässt sich nicht in Worte beschreiben und auch Bilder fangen diese Dimensionen nicht ansatzweise ein. Man muss es einfach gesehen haben! Hier fühlten wir uns wie in einer anderen Welt. So als ob wir gerade in Ägypten oder Namibia stehen, nur das wir in Polen und nicht auf einem anderen Kontinent waren. Daher gibt es für uns eine klare Empfehlung diese fast einzigartige Landschaft in Europa zu erkunden. Perfekt für jeden der etwas mehr fernweh spürt.

Die polnische Ostsee – Mehr Platz, mehr Natur, weniger Trubel

Wer Lust auf Ostsee-Feeling ohne Massentourismus hat, ist auf der polnischen Seite der Ostsee am besten aufgehoben. Lange und vorallem sauberere und teilweise viel breitere Strände als an der deutschen Ostsee lassen sich hier leicht finden. Die polnische Ostsee begeistert Naturliebhaber und Ruhesuchende gleichermaßen.

Selbst die Unterkünfte findet man zu humanen, bezahlbaren Preisen. Und wer glaubt das man hier nur veraltete Häuser und marode Hütten findet, der hat sich getäuscht. Natürlich gibt es solche Arten von Unterkünften auch, dennoch bauen und sanieren die Polen, viele dieser Häuser, und nutzen ihr vorhandenes Potential. So lassen sich hier moderne Ferienwohnungen, sowie sanierte Campingplätze leicht finden. Auch wenn die Zeiten extremer Schnäppchenangebote längst vorbei sind, findet man ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für uns hat sich jeder zusätzliche Kilometer der Anreise gelohnt.

Hier könnt ihr unsere Route entlang der polnischen Ostsee nachlesen. -> Polnische Ostsee mit dem Camper: Unsere perfekte 3 Tages Route von Łeba bis Kolberg

Kolberg – Seebad mit maritimem Flair.

Kolberg zählt zu den bekanntesten Urlaubsorten an der polnischen Ostsee. Durch die vielen ehemaligen Solebecken war es früher hauptsächlich als Kurort bekannt. Heute ist es ein Besuchermagnet für viele Kaffeefahrten aus Deutschland. Wer also die Chance hat, darf sie gerne nutzen, nur sollte man hier keine typisch polnischen menschenarme Strände erwarten und sich eher auf Deutsch-Ostsee-ähnliche-Gefühle einstellen. Nach vielen Tagen mit weniger Menschen und viel Natur, war dieser Ort für uns ein kleiner, wenn auch schöner, Kulturschock.

Die Promenade ist lebendig und hier in einem Café zu sitzen und einen leckeren Latte Machiato oder ein Eis genießen, gab uns gleich an anderes Urlaubsfeeling. Dennoch lockt Kolberg damit an vielen Ecken entdeckt werden zu wollen. So befindet sich in der Nähe der Promenade ein kleiner Park mit einem Denkmal in Richtung Meer. Man kann weit an der Küste entlang spazieren gehen oder auf die Seebrücke hinaus laufen. Perfekt für jeden, der nicht weit entfernt der deutschen Grenze etwas Urlaubsluft schnuppern und das ganze mit einem kleinen Städtetrip verbinden möchte.

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