Warst du schon einmal in Belgien?

Sahen wir uns an – und beide verneinten. Diese kleine Land, westlich von Deutschland hatten wir bisher außer Acht gelassen, also warum nicht einfach unseren Camper startklar machen und Richtung Westen fahren?

So war unsere neue Idee geboren. Zeitgleich waren wir gerade dabei uns einen T5 Transporter zu kaufen, welcher unser neuer Liebling werden sollte und mit dem wir im Sommer noch große Pläne vor hatten. Diese Reise war unsere letzte Tour auf engstem Raum im VW Caddy. Für eine Woche war dies völlig ausreichend und während der Reise waren wir des öfteren froh, aufs kleinere Pferd gesetzt zu haben…. Die Parkhäuser in Köln, Brüssel und co. ließen nämlich stark zu wünschen übrig….

Doch alles von vorne:

Warum Belgien ideal für eine Auto- und Städtereise ist

Belgien überzeugt weniger mit gigantischen Bergen – der höchste ist gerade einma rund 694 Meter hoch – dafür umso mehr mit wunderschönen und zugleich so unterschiedlichen Städten. Für uns stellte sich hier weniger die Frage welche Nationalparks wir besuchen wollten und mehr die Frage welche von den vielen Städten wir in unserem Zeitplan wohl auslassen müssen.

Belgien ist zudem eins der wenigen Länder, in dem die Autobahn nachts nahezuu taghell beleuchtet wird. Allein deshalb lohnt es sich schon mit dem Auto anzureisen um dieses, wenn auch kleine Erlebnis einmal zu genießen. Generell sind die großen Städte sehr gut miteinander verbunden und in 1-3 Stunden erreicht man schon sein nächstes Ziel.

So kann man perfekt in nur einer Woche einmal durch das ganze Land fahren und das ohne sich früh schon in Stress zu verfallen, das es knapp wird und wir Angst bekommen ob wir noch alles schaffen.

Unsere Route durch Belgien (mit Karte)

Wir überquerten die Grenze bei Aachen. Unser erste Stopp war ein Mohrgebiet, in dem wir unseren Füßen eine kleine Auszeit vom Fahren gönnten und über die Holzstege durch die Landschaft wanderten.

Anschließend ging es für uns weiter nach Lüttich und von dort aus ins Terhills Resort an der niederländischen Grenze.

Am nächsten Tag fuhren wir in die Hafenstadt Antwerpen, wo wir den restlichen Tag und die darauffolgende Nacht verbrachten. Nächster Halt war Gent und von dort entschieden wir spontan ans Meer zu fahren um einmal kurz den Sand unter unseren Füßen zu spüren. Hätten wir nur vorher gewusst wie aufwendig die Stellplatzsuche dort werden würde…

Am nächsten Tag ging es für uns von der Küste nach Brügge weiter, bevor wir am Abend Brüssel erreichten. Der nächste Halt wurde für uns wieder entspannter, wir fuhren weiter nach Dinant, einer kleinen romantischen Stadt am Fluss.

Das letzte Ziel auf unserer Reise war Luxemburg.

Fahrzeiten & Distanzen

Belgien ist ein kleines Land, wo sich die Fahrzeiten auf wenige Stunden belaufen. Meistens sind wir zwischen 1-2h zwischen den Städten gefahren. Da dauert manche Parkplatzsuche gefühlt länger…

Stellplätze entlang unserer Route

  • Parkplatz am Terhills Resort
  • City Camping Antwerpen
  • Camping Duinzicht NV Bredene
  • Parkplatz am Rand der Cambre-Wälder in Brüssel
  • Dinant Camping
  • Camping Kockelscheuer Luxemburg

Hinweis:

Die Stellplätze außerhalb der Campingplätze sind nur unsere eigene Erfahrung und ihr geht damit euer eigenes Risiko ein. Wildcampen ist in Belgien verboten und eine Nacht im Auto zu schlafen erlaubt (solange nichts außerhalb des Autos/Camper etwas aufgebaut wird), insoweit es nicht speziell verboten ist, wie zum Beispiel an der Küste oder in Teilen Flanderns.

Autofahren in Belgien – das solltest du wissen

Gewisse Städte haben eine Maut die ihr in den ersten 24h online registrieren müsst. Die Schilder für die Mautzonen werden schnell übersehen, prüft deshalb online ob ihr euch in so einer Zone befindet.

Ein Plus für Caddy und ein Minus für den “neuen” alten VW T5 Transporter – die Maut ist für Benziner und neuere Fahrzeuge oft günstiger. Älteren Dieselfahrzeugen wird teilweise die Einfahrt verboten, weshalb die Fahrzeugwahl eure Route und Unabhängigkeit einschränken könnte.

Ebenso sind die Parkplätze in den Städten oft begrenzt und die Parkhäuser niedrig, sowie sehr eng gebaut und vergleichsweise sehr teuer. Rechnet also mit Preisen von um die 3€ die Stunde. Mindestens.

Unsere Tipps für entspannte Fahrten

Wir waren im Mai unterwegs, dennoch war es für uns echt knapp einen Stellplatz an der Küste zu finden und wir sind nahezu die gesamte belgische Küste abgefahren um noch einen letzten Stellplatz zu erwischen. Achtet dort auf die Öffnungszeiten und bucht rechzeitig online oder kommt vor 16 Uhr an. Wir waren zwischen 17 und 18 Uhr da und die meisten hatten zu der Zeit schon geschlossen.

Plant eure Route, aber plant nicht zu viel. Lasst euch in Belgien treiben und entscheidet vor Ort ob ihr noch eine Nacht bleiben wollt oder ihr eure Route ändern wollt. Lasst euch nicht von Touristenströme mitreisen und macht euch euer eigenes Bild.


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