Manchmal gibt es Zufälle, die wunderschön werden können.
Dieses mal trägt dieser Zufall den Namen ING Night Run Luxembourg. (Ein seperater Info Artikel des Laufes ist später hier zu finden).

https://www.ing-night-marathon.lu/

Als wir unsere Belgienreise planten, stellten wir am Ende überraschend fest das wir im Anschluss direkt nach Luxembourg weiterfahren können um dort am ING Night Run zu starten. Ende Mai findet dieser Lauf meist statt und man kann zwischen 21,1 km, 42, 195 km und kleineren Läufen wählen.

Für die Luxembourger ist dieser Lauf nicht irgendeiner von vielen sondern es ist DER LAUF. Rund 17 000 Teilnehmende sind dort mit am Start und vermutlich 2 oder 3x so viele Zuschauer warten am Rand. Der Startschuss fällt zum Halbmarathon 19 Uhr, und die ersten 2h läuft man noch im hellen, während die Sonne dann langsam untergeht und die letzten im Dunklen ins Ziel einlaufen. Für die Einheimischen ist dieser Lauf eine Mischung aus einer Sportveranstaltung und einer Party die sich die gesamte Strecke, bis in die Stadt rein zieht.

19 Uhr

Der Startschuss fällt. Für uns in Startblock F dauerte es noch eine Weile bis wir die Linie überqueren und los laufen können. Dennoch wurde uns nicht langweilig, die Vorfreude auf den Lauf stieg immer weiter und neben uns konnten wir alle weiteren Starter beobachten, da die Startblöcke in einer U-Form aufgestellt wurden. Begleitet von Musik und vielen jubelnden Menschen am Rand verging die Zeit wie im Flug

19:20 Uhr, wir laufen los. Getragen von den Menschen um uns herum und die ersten Kilometer die nur sanft bergab gehen laufen sich die ersten Meter wie im Traum. Die Menschenmenge füllt die komplette Straße aus und so kommen wir nur über die Wiese auf dem Mittelstreifen an anderen Läufern vorbei.

19:50 Mittlerweile sind wir am Verpflegungspunkt 2 oder 3 angekommen. Die Auswahl ist groß, wenn auch für die hinteren Starter schon sehr aufgebraucht. Proteinriegel gibt es kaum noch, dafür köstliche Orangenscheiben, nach denen man als Leckerbissen immermal wieder zwischendurch greifen möchte. Als Getränke gibt es Wasser, Iso und Energygetränke, die allerdings alle in großen Wasserbehältern gemischt werden, wobei das Iso in dem Wasser oft zu kurz kommt.

20:30 Wir erreichen das …Viertel. Die meisten Einwohner sitzen heute nicht vorm Fernseher sondern stehen mit ihrem Aperol Spritz in der Hand an der Strecke um uns anzufeuer. Die Stimmung ist gut und einzelne Musiker oder private Einwohner mit ihrer Musikbox tragen uns über die Berge. Denn hier geht es immer wieder hoch und runter und hoch und runter. Ohne die ganzen Menschen würden sich die meisten hier wohl verlaufen

21:00 wir erreichen wieder die Verpfelungsstelle am Marktplatz. Mittlerweile ist es dort zu einer riesigen Pfütze geworden. Denn alle nicht ausgetrunkenen Becher landen sammt dem Inhalt auf der Laufstrecke. Trotz schönem Sommerwetter müssen wir nun doch mit leicht nassen Schuhen weiter rennen. Wer aufpasst hat Glück und schafft es um die Pfützen herumzuspringen

21:15 wir erreichen die Brücke vom Anfang. Die schönen Kilometer bergab vom Anfang zeigen nun ihren Nachteil, denn es geht ab jetzt nur noch dauerhaft leicht bergauf. Mit einem Blick Richtung Horrizont kann man den Sonnenuntergang beobachten und der Schmerz vergeht etwas.

21:20 Bier? rief jemand vor mir. Eine lokale Firma verteilte auf den letzten 2 Kilometern Freibier. Da es mir heute um das genießen des Laufes und keine neue Bestzeit ging, konnte ich nicht nein sagen. I Mean.. zu Freibier Nein zu sagen ist ja schon fast eine Beleidigung an die Brauerei derer.

21:30 wir haben den Berg bezwungen, ab hier geht es nur noch durch einen dunkleren Park. Das Bier macht sich langsam im Körper bemerkbar und meine Beine werden schwerer. Vielleicht war es doch nicht die beste Idee. Am Ende des Parkes stehen am Rand einige Fackeln um den Weg zu leiten, ab hier ist es nicht mehr weit. Noch eine Rechtskurve und die Fakeln werden mehr. Es liegt eine leicht romantische Stimmung in der Luft, gemischt mit der Vorfreude gleich im Ziel zu sein

21:35 Nun laufen wir auf blauem Teppich, es geht in das Expo Gebäude rein, noch eine kleine Kurve und GESCHAFFT. Die Stimmung in der Halle ist gigantisch, alle Zieleinläufer werden hereingetragen von den vielen jubelnden Menschen am Rand. Es spielt keine Rolle welche Zeit man erreicht hatte, denn jeder einzelne von uns bekommt einen riesigen Applaus.

Unser Fazit zum ING Night Run Luxembourg

Ein wunderschöner Lauf, top Stimmung am Rand, top organisiert und ein überagendes Feeling.
Es ist ein Halbmarathon/Marathon zum genießen und getragen werden. Für die eigene Bestzeit gibt es bestimmt bessere Veranstaltungen, da die Höhenmeter dreistellig ausfallen. Wir denken gerne daran zurück und wer weiß, vielleicht ergibt es sich mal wieder am ING Night Run Luxembourg teil zu nehmen. Die Medaillien allein sorgen auf jeden Fall für einen Sammlereffekt und würden neben einer zweiten bestimmt gut aussehen….


Ein Kommentar zu „ING Night Run Luxembourg 2025 – unser ehrlicher Laufbericht“

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